Erfolgreich ohne Instagram

“Als Coach musst du auf Instagram aktiv sein, um wahrgenommen zu werden.” Ständig hörst du, dass eine starke Online-Präsenz zwingend notwendig für deine erfolgreiche Selbstständigkeit ist.

Aber vielleicht macht dir Instagram gar keinen Spaß. Vielleicht bist du ein eher leiser Mensch und Instagram ist dir viel zu laut? Oder du lebst gerne fernab von Sozialen Medien.

Daher stellen wir uns heute die Frage: Ist es möglich, als Coach erfolgreich zu sein, ohne jeden Tag auf Instagram zu posten?

Es ist kein Geheimnis, dass das Coaching-Geschäft sehr von Sichtbarkeit lebt. Du bietest einen wertvollen Service an, aber wenn niemand von dir weiß, wie sollen sie dann deine Hilfe in Anspruch nehmen können?

Instagram wird oft als die ultimative Lösung für dieses Problem angepriesen. Hier kannst du zeigen, wer du bist, was du tust und warum du der beste Coach für deine potenziellen Klient:innen bist.

Aber seien wir ehrlich: Es ist auch eine Plattform, die viel Zeit, Energie und manchmal auch Geld erfordert. Ständig neue Inhalte zu kreieren, die Algorithmen zu verstehen und gleichzeitig authentisch zu bleiben, kann ganz schön herausfordernd sein.

Es geht auch anders!

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Du kannst deine Sichtbarkeit als Coach auch ohne den täglichen Instagram-Wahnsinn steigern.

Hierbei ist mir aber wichtig, dass du nicht aus Angst vor dem Sichtbarwerden auf Instagram verzichtest, sondern wirklich den Weg wählst, der zu deiner Persönlichkeit und deinem Lebensstil passt. Nur dann wird dein Marketing auch authentisch sein.

 

Die Schattenseiten von Instagram

Instagram – der heilige Gral des Marketings.

Aber schauen wir uns diese Plattform doch einmal genauer an: Viele haben die Hoffnung, dass sie nur einen Account erstellen müssen, und schon werden die Klient:innen nur so auf sie einströmen.

Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Was viele nicht sehen: Hinter den Kulissen steckt richtig viel Arbeit. Es reicht nicht, ab und zu einen Post zu machen. Denn Instagram ist ein kurzlebiges Medium – schon morgen sind deine Posts wieder im unendlichen Feed deiner potenziellen Coachees verschwunden.

Daher ist die Devise hier: kontinuierlich dranbleiben. Sonst arbeitet der Algorithmus gegen dich. Also musst du nicht nur regelmäßig posten, sondern auch immer drauf achten, was gerade trendet und, wie du den Algorithmus für dich arbeiten lassen kannst.

Jedes Bild, jeder Post, jedes Video – das muss alles gut überlegt und gemacht sein, damit es überhaupt jemand sieht. Du findest dich in einem Hamsterrad wieder, in dem du täglich posten musst, um überhaupt sichtbar zu bleiben.

Das kann nicht nur viel Zeit, sondern auch Nerven kosten. Wenn dir die Arbeit mit Instagram keinen Spaß macht, wirst du schnell prokrastinieren und die Freude an deiner Selbstständigkeit verlieren.

Denn vergiss nicht: Marketing für dich selbst ist einfach ein wesentlicher Bestandteil deiner Arbeit als Coach. Unser Fokus liegt sehr oft hauptsächlich darauf, unseren Klient:innen zu helfen. Dabei vergessen wir ganz, dass wir konstant sichtbar sein müssen, um diese Klient:innen auch anzuziehen.

 

Alternativen zu Instagram: Dein Weg zur Sichtbarkeit

Welche Alternativen hast du, um dich sichtbar zu machen? Im folgenden werde ich dir unterschiedliche Ansätze vorstellen, davon viele “leise Medien”. Das sind Plattformen und Kommunikationskanäle, die eine tiefgründigere und inhaltsfokussierte Interaktion ermöglichen, im Gegensatz zu der oft schnellen und oberflächlichen Natur sozialer Netzwerke.

Nimm dir gerne das daraus mit, was dich am meisten anspricht.

Achte auch auf deine Fähigkeiten – was davon fällt dir leicht? Wo hast du vielleicht mehr Ressourcen?

Netzwerken

Nichts übertrifft den Wert persönlicher Beziehungen. Wenn es um Sichtbarkeit geht, spielt Mundpropaganda eine entscheidende Rolle – Spread the word!

Fang damit an, in deinem eigenen Kreis zu sprechen: Erzähle deinen Freund:innen, Bekannten und Familie, was du tust und für wen dein Coaching besonders wertvoll sein könnte. Ein einfaches Gespräch kann manchmal weitreichende Effekte haben, ähnlich einem Stein, der ins Wasser geworfen wird und weite Kreise zieht.

Zusätzlich kannst du Gruppen von Gleichgesinnten beitreten: In den meisten Städten werden mittlerweile Events oder Netzwerk-Treffen für Entrepreneurs angeboten. Scheu dich nicht und beginne inspirierende Gespräche mit anderen Selbstständigen.

Solche Begegnungen sind goldwert. Ehe du dich versiehst, entstehen plötzlich Kooperationen oder Empfehlungen, die deinem Business einen enormen Schub geben können.

Du kannst auch Gruppen auf Plattformen wie Facebook beitreten, die sich an Selbstständige und Coaches richten. Diese Gruppen bieten nicht nur eine Plattform für den Austausch und für gegenseitige Unterstützung, sondern sind auch ein Ort, an dem du potenzielle Klient:innen oder Partner:innen treffen kannst.

Wichtig ist, aktiv zu sein, deine Expertise zu teilen und offen für neue Kontakte zu bleiben.

Kooperationen

Wie bereits erwähnt, kannst du dich auch mit anderen Coaches zusammentun und ein gemeinsames Produkt anbieten oder einen Workshop zu gestalten. Dadurch erweiterst du nicht nur deinen eigenen Horizont, sondern wirst auch neuen Zielgruppen vorgestellt, die bisher vielleicht außerhalb deiner Reichweite lagen.

Du kannst aber auch eine Kooperation mit Menschen eingehen, die nicht als Coach arbeiten und so ein komplett neues Produkt kreieren – beispielsweise mit einer Fitnesstrainerin, die die körperliche Komponente übernimmt, während du als Mentaltrainer mit Klient:Innen an ihren Techniken zur Zielsetzung arbeitest.

Ich habe auch schon von Coaches gehört, die sich mit Ärzt:innen in einer Praxis zusammengetan haben und so gemeinsam einen ganzheitlichen Ansatz zur Gesundheit anbieten können.

 

Webseite und Online-Präsenz

Nur, weil du kein Instagram hast, musst du ja nicht gleich auf jegliche Online-Präsenz verzichten. Ich rate dir besonders, dir eine ansprechende Webseite zuzulegen.

Eine Webseite, die für Suchmaschinen optimiert (SEO) ist, macht es einfacher für potenzielle Klient:innen, dich zu finden, wenn sie nach Coaching suchen. Ein Tipp aus unserem Marketing-Team: Verteile einen QR-Code, z.B. als Sticker, zu deiner Webseite in der Stadt. Auch so werden Leute auf dich aufmerksam.

Zusätzlich könntest du regelmäßige Blogbeiträge verfassen. Mit einem Blog kannst du tiefer eintauchen in Themen, die dir und deiner Zielgruppe am Herzen liegen – so wie wir das hier mit diesem Blog tun. Er trägt auch dazu bei, dass du die Sichtbarkeit deiner Seite erhöhst.

Unterschätze außerdem nicht den Einfluss von LinkedIn: Auf dieser Plattform kannst du ein professionelles Netzwerk aufbauen und Inhalte veröffentlichen, die deine Expertise unterstreichen (zB deine Blogartikel). Eine aktive Präsenz auf LinkedIn hilft dir, dich als Expert:in in deinem Bereich zu etablieren und unterstützt zusätzlich die Reichweite deiner Webseite.

 

Newsletter / Freebie

Oder wie wäre es mit einem Newsletter? Hier kannst du regelmäßig mit deinen Abonnent:innen in Kontakt treten, nützliche Tipps teilen und so eine treue Gemeinschaft aufbauen.

Das Schöne daran: Du bestimmst das Tempo und den Inhalt, ganz ohne den Druck, den Algorithmen von Social Media Plattformen gerecht zu werden und bleibst trotzdem sichtbar.

Falls du möchtest, kannst du auch ein kostenfreies Workbook erstellen, das man sich auf deiner Webseite herunterladen kann. Du kannst hierfür beispielsweise ein Opt-In erstellen, in das sich Interessent:innen mit ihrer Mailadresse eintragen können. 

So gibst du einen ersten Einblick in deine Arbeit und dich als Person und kannst die Mailadressen außerdem dafür nutzen, neue Angebote anzukündigen.

 

Podcast

Ein Podcast erlaubt es dir, deine Stimme zu nutzen – buchstäblich. So kannst du eine ganz andere, persönlichere Ebene der Verbindung zu deinem Publikum aufbauen. Du hast mehr Zeit, bei den Themen in die Tiefe zu gehen und deine Persönlichkeit noch mehr in den Vordergrund zu stellen. 

Denn dein Coachee sollte sich bei dir wohlfühlen. Wenn er/sie bereits deine Stimme hört und deine Gedanken kennenlernt, dann kann er/sie sich bereits ein klares Bild von dir machen. 

Das erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass du Coachees anziehst, die ein eindeutiges Match sind – denn sie wissen bereits, worauf sie sich bei dir einlassen.

 

Traditionelle Medien

Und Last but not Least stehen dir immer auch traditionelle Publikationskanäle wie ein Buch, die Zeitung, Radio oder Fernsehen zur Verfügung. 

Der bekannte Business-Experte Hermann Scherer, den ich einmal in einem Interview zu Gast hatte, nennt diese Medien das Geheimnis für deine Sichtbarkeit

Besonders betont er, wie wertvoll ein selbstgeschriebenes Buch im Coaching-Bereich sein kann. Es hinterlässt sofort Eindruck und positioniert dich klar als Expert:in.

Außerdem zeigt es eine tiefe Seite von dir, wodurch du eine tiefere und vertrauensvolle Beziehung zu deinem Publikum aufbaust.

Zudem sprichst du durch traditionelle Publikationskanäle Menschen an, die möglicherweise weniger online-affin sind oder eine Präferenz für diese Formate haben. So erreichst du eine Diversität an Coachees und erhöhst die Chance, dass Menschen, die wirklich zu dir passen, den Weg zu dir finden.

 

Dein Weg in die Sichtbarkeit ohne Instagram

Egal, ob du diesen Artikel nun gelesen hast, weil du wirklich kein Marketing über Instagram machen möchtest, oder dich von alternativen, zusätzlichen Methoden inspirieren zu lassen: Wichtig ist, dass dein Marketing nicht nur effektiv ist, sondern sich auch richtig anfühlt.

In den meisten Fällen macht es daher Sinn, sich auf einen Weg zu konzentrieren und diesen stabil zu halten. Nur, wenn der eine Kanal nicht darunter leidet, kannst du neue Formen dazunehmen.

Bedenke auch: Es gibt für jeden Kanal eigene Strategien, die funktionieren. Alles braucht andere Ansätze, eine andere Intensität. Du wählst das aus, was am besten zu deinem Lebensrhythmus passt und dir vor allem Spaß macht! Denn: Die Freude am Prozess ist oft ein unterschätzter Faktor für langfristigen Erfolg.

Ganz egal, welchen Weg du wählst: Wichtig ist vor allem, dass du die Möglichkeit hast, mit potenziellen Interessent:innen in Kontakt zu treten, durch persönliche Gespräche, über deine Website oder durch traditionelle Medien.

Erstens wollen sie dich kennenlernen und zweitens sollen sie dich kontaktieren können – oder du sie.

Finde dafür gerne deine eigene kreative und smarte Lösung. Je authentischer, desto besser.

Letztendlich geht es darum, den für dich passenden Weg in die Sichtbarkeit zu finden, der nicht nur effektiv ist, sondern sich auch stimmig anfühlt. Dein individueller Weg ist der Schlüssel zu einem Marketing, das nicht nur resoniert, sondern auch nachhaltigen Erfolg verspricht.

Wenn du mehr zu dem Thema wissen möchtest, schau dir doch meine kostenlose Masterclass Erfolgreich Selbstständig an. 

Dort diskutieren wir nicht nur das Thema Sichtbarkeit, sondern auch mögliche Positionierungen oder, wie du ein Coaching-Produkt erstellst.

Wir sehen uns gleich in der Masterclass 😉

Alles Liebe,

Mario