Lebensglück durch positiv denkenJeder hat mal einen schlechten Tag – überwiegen jedoch die negativen Gedanken, hat dies einen nachhaltigen Einfluss auf die Lebensqualität. Unsere Gedanken formen unsere Sicht auf die Welt. Je öfter wir an etwas denken, umso mehr verankert es sich. Wer sich also häufig bei negativen Gedanken ertappt, sollte schnell reagieren, bevor er in einer Abwärtsspirale gefangen ist – gut, dass wir unsere Gedanken selbst in der Hand haben! In diesem Artikel zeigen wir dir, wie das positiv Denken wirklich gelingt. 

Mit unseren 10 psychologischen Tricks aus dem Mentaltraining kann jeder lernen, sofort positiver zu denken!

 

Warum denken wir eigentlich negativ?

Wenn man sich die täglichen Nachrichten ansieht, fällt auf, dass eher über Negatives als über Positives berichtet wird – und dass man selbst bei diesen Nachrichten auch genauer hinhört.

Das liegt daran, dass das menschliche Gehirn stärker auf negative als auf positive Reize reagiert. Das ist von der Evolution so vorgesehen, denn früher sicherte der Fokus auf Gefahr unser Überleben. Heute, wo nicht mehr hinter jedem Baum ein wildes Tier lauert, ist dieser Instinkt zwar weniger überlebensnotwendig geworden, aber er ist dennoch geblieben.

Auch heute befasst sich unser Gehirn immer noch gerne mit negativen Aspekten wie Zukunftsängsten, Sorgen über unsere Beziehungen und Probleme in der Arbeit. Je mehr man über solche Dinge nachdenkt, umso mehr verselbständigt sich dieser Prozess: Viele von uns sind geradezu stresssüchtig und landen in einer Negativitätsspirale.

 

Warum positives Denken glücklicher macht

Zahlreiche Kurse über Mentaltraining möchten dieser Negativitätsspirale ein Ende setzen und stattdessen positives Denken fördern. Dies ist auch empfehlenswert, da unsere Gedanken zu unserer Realität werden – positives Denken macht damit automatisch glücklicher!

So wirkt sich positives Denken auf Körper und Geist aus:

  • Positives Denken relativiert negative Gedanken und der Alltag wird dadurch positiver wahrgenommen.
  • Es bietet eine Art mentale Auszeit in Stressphasen.
  • Auf körperlicher Ebene kann positives Denken durch die Ausschüttung von Wohlfühlbotenstoffen wie Dopamin, Endorphinen und Oxytocin für Entspannung und gar Schmerzreduktion sorgen.
  • Somit unterstützt positives Denken die Selbstheilungskräfte des Körpers.
  • Positives Denken fördert die Funktion der Sinnesorgane.
  • Positives Denken steckt an – auch das Umfeld kann so mitgerissen und die sozialen Beziehungen verbessert werden!

„Positiv denken!“ ist also nicht nur eine gut gemeinte Phrase, sondern eine Lebenseinstellung, die man ernsthaft praktizieren sollte! Die folgenden Tricks aus dem Mentaltraining helfen dabei.

 

Trick Nr. 1: Lächeln!

Dieser Trick ist so einfach, dass er schon wieder genial ist! Wer lächelt, ist meist nicht unglücklich. Und wenn man doch mal unglücklich ist, kann sogar ein aufgesetztes Lächeln dazu beitragen, die Laune schlagartig zu heben.

Diese Wirkung ist sogar wissenschaftlich bestätigt: Das Gehirn scheint sich die Information über den Gefühlszustand über den Gesichtsausdruck abzuholen. Somit signalisiert ein Lächeln auch dem eigenen Körper: Ich bin jetzt gut drauf!

 

Trick Nr. 2: Das Gute und Positive in einer Situation sehen.

Menschen, die einem nach einer schweren Trennung oder nach einer Kündigung raten, das Positive daran zu sehen, möchte man in der Situation selbst am liebsten den Hals umdrehen – aber irgendwann wird man begreifen, dass sie damit wohl oder übel recht hatten.

Vielleicht war die Beziehung toxisch und hat einen davon abgehalten, sich lang gehegte Träume zu erfüllen – oder die Trennung hat den Weg für eine Person geebnet, die viel besser zu einem passt. Und die Kündigung war eventuell nur Mittel zum Zweck, damit man sich endlich auf seine wahre Berufung konzentrieren kann.

Wenn man versucht, sich auf diese Aspekte zu konzentrieren, findet sich zumindest im Kleinen eigentlich immer etwas Positives, auf das man seine Energie lenken kann!

 

Trick Nr. 3: Ein Dankbarkeits-Tagebuch führen!

Dankbare Menschen sind glücklicher! Deshalb wird in so ziemlich jeder fundierten Ausbildung Kurs zum Mentaltrainer empfohlen, sich in Dankbarkeit zu üben. Eine einfache Möglichkeit, dies zu tun, ist, ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen.

Indem man sich jeden Morgen oder Abend kurz die Zeit nimmt, drei Dinge aufzuschreiben, für die man dankbar ist, wird es in Zukunft immer leichter fallen, die positiven Dinge des Lebens wahrzunehmen – und wenn es nur eine schöne Blume ist, die man am Wegrand gesehen hat!

 

Trick Nr. 4: Vergleiche mit anderen vermeiden!

Jeder Mensch sollte Vorbilder haben, an denen man sich orientieren kann und die einen motivieren. Allerdings läuft man hier auch oft Gefahr, sich zu sehr mit anderen zu vergleichen – und diese Vergleiche nur zu häufig zu verlieren.

Ja, vielleicht hat der Cousin ein schöneres Auto und die Freundin hat die perfekte Figur – aber das sollte niemals das eigene Wohlbefinden beeinträchtigen! Auch Vergleiche mit Personen, denen es scheinbar schlechter geht als uns, machen uns langfristig unglücklich – also lieber gar nicht erst damit anfangen!

 

Trick Nr. 5: Von Miesepetern distanzieren!

Man sagt, man ist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen man die meiste Zeit verbringt. Und wer seine Zeit mit Miesepetern verbringt, muss sich nicht wundern, wenn er selbst auch einer wird. Ebenso werden Menschen, die sich mit Positiv-Denkern umgeben, meist ebenso positiv gestimmt sein.

Miesepeter aus dem Leben auszuschließen, kann also sehr positive Effekte haben. Selbst wenn besagte Person zur Familie gehört: Eine toxische Person ist eine toxische Person!

 

Trick Nr. 6: Negatives aus dem Leben ausschließen

Jeden Tag werden wir von allen Seiten mit negativen Nachrichten bombardiert. Katastrophen, Gewalttaten, die Corona-Krise … man kennt das. Ebenso, wie man sich von negativen Menschen distanzieren kann, kann man auch diese Dinge aus seinem Leben ausschließen.

Folgende Maßnahmen können dabei hilfreich sein:

  • Nachrichtenseiten auf Facebook, die man abonniert hat, nicht mehr abonnieren
  • Profilen in sozialen Medien, die einen runterziehen, entfolgen
  • Push-Benachrichtigungen von News-Seiten deaktivieren
  • Bewusst keine (oder zumindest weniger) Nachrichtensendungen oder Zeitungen konsumieren
  • Lieber interessante Podcasts hören statt das Radio nebenbei laufen lassen

 

Trick Nr. 7: Von der Opferrolle verabschieden

Sehr negativ denkende Menschen haben die Tendenz, sich selbst als Opfer ihres eigenen Lebens zu sehen. Daher ist es einer der wichtigsten Schritte, aus dieser Opferrolle auszubrechen – denn in dieser Rolle ist es unmöglich, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Viele unserer Probleme entstehen in unserem Kopf. Umso wichtiger ist es, uns der Bereiche bewusst zu werden, die wir beeinflussen können – und dies dann auch zu tun. In unserer Ausbildung zum Mentaltrainer helfen wir dabei!

 

Trick Nr. 8: Sich die eigenen Erfolge bewusst machen

Unser Gehirn liebt Negatives – und übersieht dabei gerne mal die Dinge, die in der Vergangenheit gut gelaufen sind. Daher hilft es auch, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und sich vergangene Erfolge bewusst in Erinnerung zu rufen.

Das können große Erfolge sein wie der Abschluss eines Studiums, die Kinder, die man erfolgreich großgezogen hat oder ein wichtiges Projekt, das man abgeschlossen hat. Auf Tagesebene reichen aber auch kleinere Erfolge – und sei es nur, dass man sich trotz Home Office ordentlich angezogen oder endlich einen Friseurtermin ausgemacht hat, den man schon so lange vor sich herschiebt.

 

Trick Nr. 9: Wohlwollend mit sich selber sprechen

Jeder Mensch führt insgeheim Gespräche mit sich selbst – und das ist auch gut so, sofern man es richtig macht. Leider haben viele von uns die Tendenz, nicht besonders freundlich mit sich selbst zu sprechen. Da fallen im inneren Selbstgespräch auch schon mal Sätze wie:

  • Was bin ich eigentlich für ein Idiot?
  • Ich bin richtig fett geworden!
  • Warum bemühe ich mich überhaupt? Meinen Traumjob bekomme ich sowieso nicht!

Nicht gerade ermutigend, oder? Die meisten Menschen würden niemals so mit ihren besten Freunden oder einem lieben Familienmitglied sprechen – warum sprechen wir dann so mit uns selbst? Wer sich schon öfter bei Sätze wie den oben genannten ertappt hat, sollte es mal mit folgenden Alternativen probieren:

  • Okay, da ist ein Fehler passiert – was kann ich tun, um daraus zu lernen?
  • Ab heute gehe ich wieder öfter zum Sport und achte auf meine Ernährung, um meinem Körper etwas Gutes zu tun.
  • Ich werde alles geben, um das zu bekommen, was ich möchte.

 

Trick Nr. 10: Gefühle annehmen statt verdrängen

Jeder darf mal einen schlechten Tag haben – und auch der positivste Mensch hat mal negative Gedanken! Das ist in Ordnung. Gefühle sind nicht unsere Feinde, sondern sie haben ihre Gründe. Anstatt die eigenen Gefühle zu verdrängen, sollte man ihnen auf den Grund gehen und behutsam mit sich selbst umgehen – und sich auch mal erlauben zu weinen!

 

Positives Denken fördert die Gesundheit – und natürlich unsere Stimmung! Zwar ist unser Gehirn auf das Wahrnehmen negativer Emotionen getrimmt, aber die gute Nachricht ist, es lässt sich überlisten.

Bei den oben genannten Tipps ist sicher die eine oder andere hilfreiche Maßnahme für jede Situation dabei – und noch mehr davon lehren wir in unserer Ausbildung zum diplomierten Mentaltrainer!